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Im kleinen Wohnzimmer sind die Wände der einzige Ort, an dem du Persönlichkeit ergänzen kannst, ohne Bodenfläche zu verlieren. Bilder bringen Farbe und einen Blickfang, und ein paar gute Drucke tun mehr für den Raum als ein weiteres Möbelstück.
Das Problem: Zu hoch, zu klein oder zu weit auseinander gehängt lässt Kunst einen Raum unfertig wirken. Die Regeln unten beheben das, und für die meisten brauchst du nur einen Zollstock und einen Bleistift.
Vier Regeln, bevor du etwas aufhängst
- Mitte auf Augenhöhe. Die Mitte eines Bildes oder einer Gruppe hängt etwa 145 cm über dem Boden. Das ist die Höhe, die die meisten Galerien nutzen.
- Über Möbeln 15 bis 25 cm Abstand. Über dem Sofa lässt du 15 bis 25 cm zwischen der Rückenlehne und der Unterkante der Rahmen.
- Zwei Drittel der Möbelbreite. Bilder über dem Sofa sollten etwa zwei Drittel der Sofabreite einnehmen, damit beides als Einheit wirkt.
- Rahmen 5 bis 8 cm auseinander. Enger sieht gewollt aus, weiter wirkt verstreut.
01Ein großer Druck
Ein großes Bild bewirkt an einer kleinen Wand mehr als viele kleine. Nimm über dem Sofa einen Druck von mindestens 60 x 90 cm und lass ihn das Einzige an dieser Wand sein.
02Eine Bildergalerie im Raster
Gleich große Rahmen in zwei oder drei Reihen sind die einfachste Galerie zum Planen. Schneid Papier in der Größe jedes Rahmens zu, klebe es an die Wand und schieb es hin und her, bis die Anordnung stimmt. Dann markierst und hängst du auf.
03Eine Leiste statt Nägel
Auf einer Bilderleiste kannst du Rahmen austauschen und überlappen, ohne neue Löcher zu bohren. Für Mieter ist das die beste Lösung, genauso für alle, die gern umdekorieren.
04Poster nach Thema
Such dir ein Thema aus, zum Beispiel Pflanzen, Reisen, Museen oder abstrakte Formen, und die Drucke wirken geplant, auch wenn sie sich in der Größe unterscheiden.
05Schwarz-Weiß für einen ruhigen Raum
Hat der Raum schon kräftige Farben, bringen Schwarz-Weiß-Drucke Kontrast, ohne zu konkurrieren. Nimm weiße Passepartouts, damit die Rahmen größer wirken als die Drucke.
06Spiegel dazwischen
Ein Spiegel gegenüber vom Fenster verdoppelt das Licht, und einer in der Bildergalerie lockert die Rahmen auf. Häng ihn so, dass er den Fernseher nicht blendend spiegelt.
07Hoch und schmal für niedrige Decken
Zwei hochformatige Drucke ziehen den Blick nach oben. Häng sie nah an die Decke, wenn der Raum gedrungen wirkt.
08Anlehnen statt aufhängen
Ein großer Rahmen, der auf einer Kommode oder auf dem Boden lehnt, wirkt lässig und braucht kein Loch. Nimm einen Gummipuffer, damit er nicht wegrutscht.
09Aufhängen ohne Bohren
Klebestreifen halten leichte Rahmen an glatten Wänden. Halt dich an die Tragkraft auf der Packung und drück so lange an, wie angegeben.
10Licht über dem Bild
Eine kleine Bilderleuchte macht aus einem Druck am Abend einen Blickfang. Modelle mit Batterie brauchen keine Kabel.
Für die Möbel unter deinen Bildern lies Möbel fürs kleine Wohnzimmer, für den Boden Teppiche fürs kleine Wohnzimmer.
Welche Idee für welche Wand
- Wand über dem Sofa: ein großer Druck oder ein Raster, mittig, etwa zwei Drittel der Sofabreite.
- Schmale Wand: zwei hohe Drucke.
- Mietwohnung: eine Leiste, angelehnte Rahmen und Klebestreifen.
- Leere Ecke: ein Spiegel und eine Lampe.
Bevor du bezahlst
- Prüf, ob der Druck in der Größe verkauft wird, die du brauchst, und was beim Rahmen dabei ist.
- Bestell eine Probegröße, wenn du unsicher bist, denn die Papiergröße verändert, wie der Raum wirkt.
- Schau dir die Rückgaberegelung für gerahmte Bilder mit Glas an, bevor sie versendet werden.



